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Kardiale Resynchronisationstherapie (CRT)

Eine Herzinsuffizienz entwickelt sich, wenn die Kraft des Herzmuskels nicht ausreicht, um genügend Blut in den Organismus zu pumpen. Der Körper wird unzureichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Die schlechte Versorgung des Körpers mit Sauerstoff bemerken die Betroffenen meist an ihrer verminderten Belastbarkeit. Oft kommt es auch zu Müdigkeit und Schwächeanfällen.

Besonders deutlich macht sich der Blutrückstau bemerkbar: Bei vielen Patienten lagert sich Wasser in den Geweben (Ödeme) ein, beispielsweise an den Knöcheln. Oft schwellen die Beine an. Wasseransammlungen in der Lunge führen zu Atemnot und Hustenanfällen, vor allem im Liegen. Durch asynchrones Zusammenziehen der rechten und linken Herzkammern wird bei vielen Patienten auch die Pumpfunktion des Herzens reduziert. Darüber hinaus können Herzrhythmusstörungen (Arrhythmien) auftreten. In diesem Fall schlägt das Herz unregelmäßig, weil die Entstehung oder Überleitung herzeigener elektrischer Impulse gestört ist.

Ingesamt ist rund ein Drittel aller Herzschwächepatienten von schnellen oder langsamen Herzrhythmusstörungen betroffen. EKG-Untersuchungen zeigen häufig einen verbreiterten Kurvenkomplex und eine veränderte Kurvenform, die vom Arzt als Linksschenkelblock diagnostiziert wird.

Hierbei zieht sich die linke Kammer nicht koordiniert und schnell genug zusammen. Einige Bereiche der linken Kammer haben die Kontraktion bereits beendet, während die anderen noch gar nicht begonnen haben. Das ungleichmäßige Zusammenziehen der Kammern führt zu einer Schaukelbewegung des Blutes in den Kammern und setzt die Pumpleistung des Herzens herab.

Patienten mit einer gestörten Erregungsleitung profitieren deshalb häufig von der Implantation eines Systems zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT). Es harmonisiert das Zusammenspiel der beiden Kammern durch die permanente Abgabe elektrischer Impulse. So wird die Pumpbewegung der Kammern nicht mehr durch das Herz, sondern durch das CRT-Gerät künstlich gesteuert. Das kontrollierte Zusammenspiel der Herzkammern ermöglicht das synchrone Zusammenziehen der Kammern und damit eine bessere Pumpleistung des Herzens.

 

 

 

 

„In den vergangenen Jahren ging es mir zunehmend schlechter. Zuletzt musste ich nach jeder Treppe eine Pause machen und nach Luft schnappen. Außerdem schwollen meine Beine immer mehr an. Schließlich hat man mich im Klinikum gründlich untersucht und mir ein modernes Implantat mit drei Elektroden eingesetzt. Vier Monate danach fühle ich mich wie neugeboren: Ich habe Lust, morgens aus dem Haus zu gehen, um frische Brötchen zu holen und mit meinen Enkeln zu spielen. Dank der Therapie habe ich auch keine dicken Beine mehr. Ich bin froh diese neue Therapie nutzen zu können und freue mich heute wieder auf jeden Tag.“


Animation Herzinsuffizienztherapie

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